FORSCHUNG und LEHRE

Wettstreit mit der Wirklichkeit.

60 Jahre Fotorealismus
Ausstellung im Museum Frieder Burda

bis 02. August 2026

Martina Sauer während der Führung im Museum Frieder Burda Foto: Claudia Lidle, 21.4.2026

Als ob es gemalt sei. Als ob es das Original sei.

Was ist Realität?


Fotowand im Museum Frieder Burda mit der Abbildung eines Ausschnitts des Richmond Diner von Richard Estes, 1983, Foto: Claudia Liedle, 21.04.2021.

Realität ist doch Realität, oder nicht?


Das Realität immer subjektiv ist und davon abhängt, was jemand für wichtig hält, ist für das Verständnis von dem, was Realität ausmacht, zentral. Objektivität ist dabei nicht zu erwarten. So erstaunt es nicht, dass wir gerade heute von "Fake News" sprechen, die wir immerzu alle produzieren, da wir immer je nur das wiedergeben, was uns wichtig ist. 


Die Probleme. die daraus erwachsen, sind uns heute vertraut. Bereits in der Antike, ca. 400 v. Chr. wurde darauf bereits von Platon im Höhlengleichnis ca. 400 v. Chr. aufmerksam gemacht. 


So ist es nicht anders zu erwarten, die Maler:innen des Fotorealismus seit den 1960er in den USA spiegeln mit ihren Werken entsprechend ihre Realität und dasjenige, was ihnen je wichtig ist wider: Sie porträtieren ihre Freunde (Phil, 1969, von Chuck Close); zeigen "ihre" Stadt, New York, als frei und multikulturell (Lunch Special, 2001, von Richard Estes); und lassen entsprechend dasjenige was ihnen wichtig ist im richtigen Licht erscheinen, wie den Diner als zentralen Treffpunkt  (den Richmond Diner, 1983 von Ralph Goings,  vgl. Foto links).


Erst in jüngerer Zeit kommen Zweifel am Glanz auf und die Schattenseiten unserer Bedürfnisse und Sichtweisen treten stärker hervor. Die künstlerische Szene wird zudem vielfältiger und diverser. So gibt etwa Alexandra Klimas mit ihrem Porträt eines Bullen (Rudi the Unseen Bull, 2025) dem Rind ein Gesicht und Namen. So schmeckt wohl so manchen das Steak nicht mehr ganz so gut.




Auszeichnung durch den Hans und Lea Grundig-Preis der Rosa Luxemburg Stiftung


Buch und Aufsätze zu  Deutschlandbildern Anselm Kiefers

 [1. Aufl. 2012]. Heidelberg: Arthistoricum 2018


"ICH WOLLTE PAPST WERDEN"


So lautete die Antwort eines der bedeutendsten Nachkriegskünstler in Deutschland, des heute 80j. Anselm Kiefer während der Eröffnung des HAUS KIEFER in Otttersdorf im Badischen Rastatt am 27.4.2025, auf die Frage nach seinem Berufswunsch als Kind. Hierin kommt - mit Bezug zum ursprünglichen Vorbild - immer wieder neu das Selbstverständnis des Künstlers zum Ausdruck, dass die Verantwortung für das eigene Tun zentral ist.

Foto: Martina Sauer


   Zentral im Zusammenhang mit meiner Tätigkeit im  Museum HAUS KIEFER
Ottersdorf/Rastatt



seit 27. April  2025

Führungen in Deutsch und Englisch, 60 min.

Dr. phil. Martina Sauer


Lehrfilm über Kunst und Wissenschaften

"The Midden", Baden-Baden, Sammlung von Plastikmüll, Erklärungen der Mathematikerin Margaret Wertheim, Foto: Martina Sauer, 27.01.2022


Fresenius Hochschule

University of Applied Sciences


SS 2022 Lehrfilm (Intranet)


Kulturgeschichte der Gestaltung II, Ausstellung und partizipatives Projekt:


"Margaret und Christine Wertheim. Wert und Wandel der Korallen". Museum Frieder Burda Baden-Baden, gemeinsam mit Prof. Dr. Petra Leutner, Akademie Mode & Design, Hamburg

Video-Vortrag über kulturelle Transformationsprozesse am Beispiel der Fotoarbeit von Katharina Sieverding

Katharina Sieverding, Transformer Cyan Solarisation 5 A/B, 1973/74. Color photograph, acrylic, and steel frames, 2 parts, each 190 x 125 cm, © Katharina Sieverding; Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Begegnung mit Katharina Sievering am 26.8.2021 anlässlich der Retrospektive im Museum Frieder Burda, Baden-Baden, Foto: Martina Sauer

TU Chemnitz, internationale und interdisziplinäre Online-Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Semiotik zum Thema Transformationen im September 2021

Panel Speaker der Sektion Bild, Video-Vortrag (YouTube) von Martina Sauer am 28.09.2021 im Rahmen der interdisziplinären und internationalen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Semiotik an der TU Chemnitz über 


Vitality Semiotics. Impulse aus dem Hamburger Kreis um Warburg, Cassirer und Werner für eine neue Methode in der Bild- und Kulturwissenschaft

Ausstellung: Karin Kneffel, Museum Frieder Burda, bis 8.3.2020



Aufsatz über Postmoderne Welten

am Beispiel der fotorealistischen Malerei von

Karin Kneffel

Karin Kneffel, Trauben,

240 x 199,8 cm, Museum Frieder Burda Foto: Karin Kneffel